Dr. med. Karl Biedermann
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie
Seestrasse 126, 8810 Horgen
Telefon 044 728 80 70

Enger Spinalkanal: Behandlung und Operation

Die Verengung Rückenmarkskanals kommt durch Abnützungen der Bandscheiben und einer Verdichtung des gelben Bandes zustande. Ein Gleiten des Wirbels nach hinten kann ebenfalls zur Einengung des Wirbelkanales führen. Die störenden Strukturen des engen Spinalkanals können heute auf elegante Weise durch kleine Schnitte entfernt werden. Ist wieder genug Platz im Rückenkanal vorhanden, erholen sich die befreiten Nerven und die Symptome wie Schmerzen und Beinschwäche bilden sich zurück.

Kritische Verengung des Spinalkanals

Gelegentlich ist der Wirbelsäulenkanal bereits von Geburt aus eng angelegt. Kommt dann noch ein zusätzliches Hindernis wie eine Diskushernie, ein verdicktes Band oder gar eine Arthrose hinzu, kann es zu einer kritischen Einengung kommen. Bemerkbar macht sich das besonders im Stehen und beim Gehen, der Spinalkanal wird noch enger, was zu einem Druck auf die Rückenmarksnerven führt.

Dies führt zu Schmerzen in den Beinen. Diese strahlen, je nach betroffener Nervenwurzel, ins Gesäss und weiter abwärts bis zur Wade oder zum Schienbein aus. Bei Wirbelkanaleinengungen im oberen Lendenwirbelbereich können die Schmerzen auch zum Knie oder in den Oberschenkel ausstrahlen.

Spritzentherapie oder Operation

In der Akutphase der Beschwerden lohnt sich eine Spritzentherapie in die Wirbelsäule (sogenannte Sakralblockade oder epidurale Injektion mit Kortisonpräparat). Diese Spritzentherapie führt in der Regel zu einer längerfristigen Besserung der Beschwerden. Physikalische Massnahmen können zwar muskuläre Verspannungen günstig beeinflussen, vermögen aber meist nicht allein die Auswirkungen der Nervenkompression zu kompensieren.

Falls diese konservativen Massnahmen nicht ausreichen ist eine Operation angezeigt: Die operative Erweiterung des verengten Spinalkanals.

Patienten nehmen die Erleichterung durch eine Operation in der Regel schnell wahr. Die Gehstrecke verlängert sich, allfällig bestehende neurologische Defizite wie zum Beispiel Gefühlsstörungen oder Lähmungen nehmen ab, Rückenschmerzen verbessern sich. Die Erholung der Symptome braucht Zeit und Training des Patienten, da durch die Operation vor allem die Voraussetzung für die Erholung der Nerven geschaffen wird.

Wir behandeln Sie

Operation

Falls ein operativer Eingriff nötig ist, überweisen wir Sie an einen erfahrenen Rückenspezialisten:

Die operative Therapie besteht in der Erweiterung des Spinalkanales: Das aus den Gelenken wuchernde Arthrosegewebe wird abgetragen, die Wirbelbögen werden ausgedünnt und verdickte und verkalkte Bänder werden entfernt. Die Erweiterung des Kanals wird schonend mit feinen Instrumenten unter Erhalt der Stabilität durchgeführt, damit die Grundstruktur der Wirbelsäule erhalten bleibt.

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