Dr. med. Karl Biedermann
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie
Seestrasse 126, 8810 Horgen
Telefon 044 728 80 70

Untersuchung und Diagnose

Die ärztliche Untersuchung beinhaltet eine genaue Anamnese: Wir erheben die Krankengeschichte unserer Patienten. Anschliessend erfolgt die körperliche Untersuchung: Dabei wird der Bewegungsapparat und insbesondere die Funktion der Gelenke geprüft.

Diese Untersuchungen geben schon wichtige Hinweise auf die Ursache und die Art der Erkrankung. Zudem kommen unterschiedliche Diagnose-Verfahren zur Anwendung.

Röntgen

Mit der Röntgenuntersuchung können vor allem Veränderungen am Knochen und an den Gelenken festgestellt werden. Das moderne digitale Röntgengerät welches wir in unserer Praxis verwenden hat eine sehr geringe Strahlenbelastung.  Für die Untersuchung des Weichteilgewebes wie z.B. der Muskulatur, Bänder, Knorpel, Menisken etc. ist die Magnetresonanz- Untersuchung (MRI) hilfreich.

Magnetresonanz

Dabei handelt es sich um eine Untersuchungsmethode wobei ohne Röntgenstrahlen Schnittbilder des menschlichen Körpers erzeugt werden. Unter Einwirkung eines starken Magnetfeldes werden Radiosignale aus dem Gewebe empfangen und von einem Computer in Bilder umgesetzt. Die Methode wird seit gut 20 Jahren in der klinischen Medizin eingesetzt und ist nach den heutigen Erkenntnissen unschädlich.

Muss ich mich auf die Untersuchung vorbereiten?

Für die Untersuchung sind in der Regel keine besonderen Vorbereitungen notwendig. Sie können normal essen und trinken. Auch allfällige Medikamente dürfen Sie wie gewohnt einnehmen. Wegen des starken Magnetfeldes beim Untersuch ist es jedoch wichtig dass Sie keinerlei Metallteile an oder auf sich tragen.

Was geschieht während der Untersuchung?

Für die Untersuchung werden Sie auf einer bequemen Liege in eine beidseitig offene, helle „Magnetröhre“ geschoben. Die Untersuchung dauert ca. 20-30min. Während dieser Zeit sind sie durch eine Sprechanlage und eine Videokamera mit dem Fachpersonal in Verbindung. Sollten Probleme auftreten können Sie jederzeit die Untersuchung mittels eines Alarmknopfes beenden. Während der Untersuchung hören Sie laute Klopfgeräusche ähnlich wie auf einer Baustelle. Diese brauchen Sie nicht zu beunruhigen. Versuchen Sie so ruhig und entspannt wie möglich zu liegen da jede Bewegung unscharfe Bilder erzeugt. Gleichmässiges Atmen stört die Untersuchung nicht. Gelegentlich ist es notwendig zusätzliche MRI- Aufnahmen nach intravenöser Injektion eines Kontrastmittels anzufertigen oder das Kontrastmittel direkt ins Gelenk einzuspritzen. Im Gegensatz zu anderen Röntgenkontrastmitteln erzeugen diese jedoch praktisch nie spürbare Nebenwirkungen.

Was Sie sonst noch wissen sollten

Falls Sie unter Platzangst leiden sollten Sie dies vorher mitteilen. Sie erhalten dann ein Beruhigungsmittel vor dem Untersuch. Zudem besteht die Möglichkeit die Untersuchung in einer offenen Röhre (Open- MRI) durchzuführen.

Computertomographie

Bei der Computertomographie werde ähnlich wie beim MRI viele Schnittbilder (Tomogramme) von einzelnen Körperregionen durchgeführt. Auch dies geschieht mittels Computerunterstützung. Im Gegensatz zum MRI besteht bei der Computertomographie aber eine leichte Strahlenbelastung. Vor allem für die Beurteilung von Veränderungen am Knochen ist das CT geeignet. Für die Planung einer Operation lassen sich bei Bedarf 3D- Rekonstruktionen anfertigen.

Szintigraphie

Mittels der Szintigraphie können entzündliche Veränderungen im Körper dargestellt werden. Regionen mit erhöhter Durchblutung kommen im Szintigramm zur Darstellung. Diese Untersuchung gibt gute Aufschlüsse über entzündlich- aktive Veränderungen im Körper.

Ultraschalluntersuchung

Mittels Ultraschallwellen können Weichteile wie Muskulatur, Sehnen und Bänder sowie auch innere Organe dargestellt werden. Die Vorteile dieser Untersuchung sind die geringen Kosten und die fehlende Strahlenbelastung. Allerdings ist diese Untersuchung weniger genau als das MRI.

Infiltration

Dabei wird in ein schmerzhaftes Gelenk oder eine schmerzhafte Gelenkregion ein örtliches Betäubungsmittel gespritzt allenfalls mit Cortisonzusatz. Kann dadurch der Gelenkschmerz für einige Zeit beseitigt werden gibt dies dem Arzt wichtige Hinweise für die weitere Behandlung des Gelenkleidens.