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Schulterinstabilität / Schulterluxation
Infolge eines Unfallereignisses kann es zu einem Ausrenken der Schulter kommen: Der Oberarmkopf kugelt aus der Pfanne aus wodurch die Schultergelenkskapsel und die Gelenksbänder überdehnt werden oder einreissen. Dabei löst sich die sogenannte Gelenkslippe (Labrum) von der Schulterpfanne ab. Bei schwereren Verletzungen kann auch ein Teil des Pfannenrandes abbrechen. Durch das Ausrenken der Schulter könne auch Nerven und Gefässe verletzt werden. Zudem kann es zu Rissen in der Rotatorenmanschette kommen. Nach einer Schulterluxation kann sich eine Schulterinstabilität ausbilden: Es kommt immer wieder zum Ausrenken der Schulter auch ohne grössere Unfallereignisse.
Therapie
Die losgelöste Gelenkslippe (Labrum) und die überdehnte Gelenkskapsel kann arthroskopisch also mittels Gelenkspiegelung behandelt werden: Dabei wird die losgelöste Gelenkslippe und die Gelenkskapsel wieder am knöchernen Pfannenrand fixiert. Liegen knöcherne Verletzungen vor muss offen operiert werden: Dabei wird eine Knochenfortsatz (Coracoid) an die defekte Gelenkspfanne mittels Schrauben fixiert (sog. Operation nach Latarjet).
Nach der Operation
Im Anschluss an eine arthroskopische Schulterstabilisierung muss die Schulter mit einem Schultergilet während 4-6 Wochen ruhig gestellt werden. Der operierte Arm kann jedoch schon bald aus dem Gilet oder der Schlinge herausbewegt werden wobei die Aussendrehung für 6 Wochen verboten ist.
Risiken nach arthroskopischer Schulterstabilisierung Erneutes Ausrenken der Schulter (Rezidiv) in ca. 5-10% der Fälle. Leichte Einschränkung der Schultergelenksbeweglichkeit vor allem für die Aussendrehung. Bewegungseinschränkung der Schulter infolge Schrumpfung der Gelenkkapsel (Schultersteife) nach der Operation. Mittels Bewegungstherapie lässt sich die Schultersteife in der Regel gut behandeln.
Zusammenfassend ist die arthroskopische sowie auch die offene Schulterstabilisierung eine erfolgreiche Operation und führt zu einer guten Patientenzufriedenheit. Ziel ist das Wiedererlangen der ursprünglichen Sport- und Arbeitsfähigkeit. Broschüre: | ||