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Kniegelenk
Das Kniegelenk ist das grösste Gelenk im menschlichen Körper. Es ist starken Belastungen ausgesetzt. Dadurch kann es zu Verletzungen der Gelenksbänder, der Menisken und des Knorpelüberzuges kommen. Im folgenden werden verschiedene Kniegelenksaffektionen beschrieben:
MeniskusverletzungNach einer Verdrehung des Kniegelenkes kann es zu einschiessenden Schmerzen oder Blockierungen im Gelenk kommen. Diese können durch eine Verletzung des inneren oder äusseren Meniskus bedingt sein.
Arthroskopische Behandlung der Meniskusverletzung In der Regel erfolgt die Therapie der Meniskusverletzung durch eine Arthroskopie (Gelenksspiegelung). Selten einmal kann ein offener Eingriff, dies im Zusammenhang mit weiteren Verletzungen, nötig sein.
Welche Therapieart gewählt wird kann erst während der Operation entschieden werden. Bei der Arthroskopie wird das Bein in einem speziellen Halteapparat fixiert und es wird eine Blutsperre- Manschette angelegt.
Teilentfernung des Meniskus (Resektion) Bei einem Meniskusschaden wird der Teil des Meniskus der für die Beschwerden veranrwortlich ist entfernt. Nach dem Eingriff wird häufig eine Drainage ins Gelenk eingelegt. Diese wird in der Regel am nächsten Tag entfernt.
Meniskusnaht (Reparatur)Falls der Meniskusriss in der Randzone liegt welche durchblutet ist kann eine Naht am Meniskus durchgeführt werden.
Die Kniegelenksarthrose
Wie an allen Gelenken ist auch die Oberfläche der Kniegelenksknochen mit einer 3-5mm dicken Knorpelschicht überzogen. Der Knorpel ist elastisch und ermöglicht ein optimales Gleiten der Gelenksflächen. Bei der Kniegelenksarthrose besteht eine Abnützung des Knorpelüberzuges an der Oberschenkelrolle, dem Schienbeinkopf und der Kniescheibe. Nicht immer sind alle Anteile im gleichen Ausmass betroffen. Bei einer Fehlstellung der Beinachsen (X- Beine / O- Beine) kann durch die unterschiedliche Belastungssituation die Arthrose entweder vermehrt auf der Knieinnen- oder Aussenseite auftreten. Häufig ist die Ursache für einen Knorpelverschleiss nicht bekannt. Bekannte Auslöser und Risikofaktoren sind jedoch:
Durch den Knorpelverschleiss kommt es zur einer chronischen Reizung der Gelenkschleimhaut und im fortgeschrittenen Stadium reibt Knochen auf Knochen. Dadurch entstehen Schmerzen anfangs nur bei Belastung, später auch in Ruhe und nachts. Zusätzlich machen sich Bewegungseinschränkungen bemerkbar, die sowohl die Beuge- wie auch die Streckfähigkeit betreffen können. Durch Schmerzen und Einsteifung kommt es zu einem hinkenden Gangbild was sich negativ auf den Rücken, die Hüften und das andere Knie auswirken kann. In den Anfangsstadien der Erkrankung lässt sich mit physikalischer Therapie, Bandagen, sowie knorpelaufbauenden- und schmerzlindernden Medikamenten eine gewisse Erleichterung erzielen. In gewissen Fällen können auch Injektionen ins Kniegelenk mit sog. künstlicher Gelenksschmiere helfen. In speziellen Fällen ist eine Kniegelenksspiegelung (Arthroskopie) mit Spülung und „Gelenkstoilette“ des geschädigten Gelenkes angezeigt. Dadurch kann eine vorübergehende Besserung erzielt werden. Liegt eine Achsabweichung des Beines vor und ist die Arthrose nur auf einer Seite lokalisiert kann gelegentlich eine operative Achsenkorrektur („gerade Richten“) durchgeführt werden. Ist die Arthrose zu weit fortgeschritten so gibt es seit gut 25 Jahren die Möglichkeit das verbrauchte Kniegelenk durch ein künstliches Implantat zu ersetzten:
Die Knietotalprothese (Knie- TP)Das Kniegelenk stellt die bewegliche Verbindung zwischen dem Oberschenkelknochen und dem Schienbein dar und ermöglicht in erster Linie die Streckung und Beugung. Darüber hinaus lässt es auch gewisse Drehbewegungen des Unterschenkels gegenüber dem Oberschenkels zu. Das Kniegelenk besteht aus der Oberschenkelrolle und dem Schienbeinkopf. Beide sind mit einer Knorpelschicht überzogen. In der zwischenliegenden Gelenksspalte befinden sich die Menisken. Vorne am Kniegelenk befindet sich die Kniescheibe (Patella). Das Gelenk selbst wird durch eine Kapsel nach aussen abgedichtet. Diese Kapsel produziert Flüssigkeit welche den Knorpel ernährt und die Kniescheibe glatt gleiten lässt. Die Kreuz- und Seitenbänder geben dem Gelenk die notwendige Stabilität. Falls der Gelenkknorpel stark abgenutzt ist und somit Knochen auf Knochen reibt treten beim Gehen und später auch in Ruhe vermehrt Schmerzen im Knie auf. Falls diese Schmerzen nicht mehr beherrschbar sind muss eine Knietotalprothese eingesetzt werden. Eine Knieendoprothese (Knie- TP) ist eine funktionelle Nachbildung des Kniegelenkes: Sie ersetzt die abgenutzten Knorpeloberflächen durch eine Femrur- Komponente am Oberschenkelknochen und durch eine Tibia- Komponente am Schienbein und ggf. eine künstliche Kniescheibe. Dazwischen liegt der künstliche Meniskus als Gleitfläche. Vor dem Eingriff werde ich anhand der Untersuchungsdaten und der Röntgenbilder die Operationsplanung durchführen bei der Modell, Grösse der Implantate und Art der Fixierung festgelegt wird. Dies alles wird auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt. Dabei spielen Alter, Geschlecht, Knochenqualität und Körpergewicht sowie auch Ihre körperlichen Aktivitäten eine Rolle. In jedem Fall wird die natürliche Beinachse wiederhergestellt. Ein künstliches Kniegelenk hält in der Regel 12-15 Jahre. Entscheidende Faktoren für die Lebendauer und Funktionsfähigkeit sind das Material der Gleitpaarung, die körperliche Beanspruchung und die Knochenqualität. Pro Jahr werden in Europa mehr als 240`000 Knietotalendoprothesen eingesetzt, somit kann man von einem „Routineeingriff“ sprechen. Die Operation Beim operativen Eingriff wird das erkrankte Kniegelenk durch ein Kunstgelenk ersetzt. Die Operation kann in Teil- oder Vollnarkose erfolgen. Die Teilnarkose hat den Vorteil einer geringeren Beeinflussung des Allgemeinzustandes. Viele Patienten werden heute in Teilnarkose operiert. Sie erhalten zusätzlich ein Beruhigungsmittel und können über Kopfhörer Musik hören ohne Schmerzen zu verspüren. Welche Methode sich in Ihrem Falle empfiehlt werden Sie mit dem Anästhesiearzt besprechen. Der gesamte Eingriff dauert in der Regel 1 ½ bis 2h. Nicht unerwähnt bleiben sollten die Risiken: z.B. Blutergüsse, Infektionen, Allergien, Blutungsgefahr und Thrombosen. Nach der Operation Am ersten Tag nach der Operation werden Sie bereits mobilisiert. Das heisst mit Hilfe der Physiotherapeutin und dem Pflegepersonal werden Sie aufstehen und je nach Befinden bereits die ersten Schritte unternehmen. Ihr Knie wird auf einer Motorschiene (Kinetec) passiv durchbewegt. Dies wird in der Regel als angenehm empfunden. Nun wird jeden Tag der Bewegungsumfang gesteigert. Das Ziel wird es sein bis zum Austritt einen rechten Winkel bei der Beugung zu erreichen und das Treppengehen zu beherrschen. Damit Sie möglichst lange von den Vorteilen Ihres neuen Kniegelenkes profitieren können empfehle ich Ihnen Folgendes:
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